Babyboomer kaufen mehr online ein?

June 3, 2021 Amarelle Wenkert

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Noch vor einem Jahr gab es zwei Arten von Menschen: diejenigen, die die Bequemlichkeit und unendliche Auswahl von Zalando und Amazon bevorzugten und diejenigen, die sich vor dem Kauf von der Qualität des Produkts überzeugen wollten. 

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten viele Ladenlokale über längere Zeit schließen und Verbraucher sahen sich gezwungen Konsumgüter, wie zum Beispiel Kleidung, Heim- und Gartenbedarf, etc. online einzukaufen. Viele Babyboomer, die vor der Pandemie vorzugsweise im Ladenlokal einkauften mussten sich über Nacht an die neue Realität gewöhnen. 

Die soziale Isolation hielt über Monate an, wodurch die Boomer mit dem Online-Shopping immer vertrauter wurden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch noch viele von ihnen nach dem Ende der Pandemie weiterhin online einkaufen werden. Für Händler ist dies eine großartige Chance, da die Boomer eine der wohlhabendsten Generationen sowie sehr loyale Kunden sind. Leider werden die Babyboomers sehr häufig Opfer von Online-Betrug

Babyboomer sind häufig Opfer von Betrug

Babybommer machen eine Generation aus, die zwischen 1946 und 1964 geboren wurden. Die meisten von ihnen waren zu Beginn der Pandemie besser gestellt, mit festen Jobs, mehr Ersparnissen und mehr Eigentum, als andere Generationen. Dadurch sind die Boomer weniger von den aktuellen Veränderungen betroffen, weswegen viele durch ihre Kaufkraft die Wirtschaft ankurbeln können. Jedoch nur solange ihr Einkaufserlebnis sicher ist. 

Viele Babyboomer sind anfällig für Online-Betrug und je mehr sie online einkaufen, desto mehr laufen sie Gefahr einem Online-Betrüger zum Opfer zu fallen. Viele Boomers sind nicht so Technikaffin, wie zum Beispiel jüngere Generationen. Betrüger nehmen nämlich bevorzugt Verbraucher zwischen 60 und 69 Jahren mit verschiedenen Phishing-Betrügereien ins Visier.

Babyboomer kaufen mehr online ein

Das Nachsehen haben dabei jedoch nicht nur Verbraucher, sondern auch Händler. Diese könne sich in Form von Chargebacks, Accountübernahme-Angriffen, einem verlorengegangenen Customer-Lifetime Value und vielem mehr äußern. COVID-19 hat die Anfälligkeit für Finanz- und Online-Betrug dabei nur noch verschärft. Dies liegt zum einen daran, dass mehr Verbraucher online einkaufen, zum anderen an den psychologischen Auswirkungen der Pandemie, wie Einsamkeit, Isolation, etc. Diese machen Opfer anfälliger für Kommunikation, was sie empfänglicher für soziale Manipulationen und Phishing-Betrügereien macht. 

Online-Händlern bietet sich wiederum eine einmalige Gelegenheit eine neue Zielgruppe zu erschließen. Es ist jedoch problematisch, wenn Händler es nicht schaffen älteren Generationen ein betrugssicheres Umfeld zu bieten. Wie können Händler also von dieser neuen Zielgruppe profitieren, hohe Genehmigungsraten gewährleisten und dabei die Sicherheit ihrer Kunden sicherstellen.

Chancen und Risiken abwägen

Technologie kann helfen verdächtige Online-Kaufmuster zu erkennen und Betrüger noch vor dem Checkout abzufangen. Bei vielen regelbasierten Betrugslösungen ist dies zum Beispiel problematisch, da Regeln manuell geändert werden müssen. Das Problem für viele Händler ist, dass sie eine Belebung ihres Online-Geschäfts, wie zuletzt während der Pandemie, oft mit Betrug verwechseln. Neukunden und neue Einkaufsgewohnheiten überfordern die meisten Betrugsmanagementsysteme, was zu einem Anstieg von False Declines führen kann. Bei den Boomern ist dies besonders schmerzhaft, nicht nur wegen ihrer Kaufkraft, sondern auch wegen ihres Customer-Lifetime Values.

Händler sind sich durchaus bewusst, dass sie Markentreue fördern müssen, wenn sie Neukunden auch zukünftig binden wollen. Ein nahtloses Einkaufserlebnis kann helfen die Kundenzufriedenheit zu garantieren, während ein fälschlich abgewiesener Neukunde direkt zur Konkurrenz geht. Händler müssen deshalb sicherstellen, dass ihre Betrugspräventionssysteme agil sind, um so viele legitime Bestellungen, wie möglich zu genehmigen. 

Wie können Händler Babyboomer schützen?

Um eine Online-Bestellung sicherer zu machen können Händler Informationen auf ihren Websites teilen und Unterstützung anbieten. Viele E-Commerce-Websites nutzen schriftliche Anleitungen, Chat-Hilfe und Kundenservices, um Käufern zu helfen, legitime Online-Prozesse von betrügerischen Praktiken zu unterscheiden. Händler möchten zum Beispiel, dass neue Kunden ein Kundenkonto anlegen, da Kunden mit einem Kundenkonto nachweislich häufiger einkaufen und mehr pro Einkauf ausgeben. Durch die Kommunikation der Risiken von Credential-Phishing-Angriffen und Datenschutzverletzungen können Händler neue Kunden somit auch über Sicherheitsmaßnahmen aufklären, die sie zum Schutz ihrer Konten ergreifen können.

Die richtige Lösung zur Betrugsprävention kann sicherstellen, dass die Websites sicher für neue Kunden sind. Die Kunst besteht darin, eine Lösung zu finden, die sich schnell an neue Einkaufsgewohnheiten anpasst und skalierbarer ist, als manuell Betrugspräventionssysteme. Für mehr Informationen wenden Sie sich bitte an willkommen@riskified.com.

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