Warum sich CFOs Gedanken um eine Betrugsprävention machen sollten

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Die meisten CFOs verbringen nicht viel Zeit damit, über Betrugsmanagement nachzudenken. Vielen ist nämlich nicht bewusst, dass sich die Betrugspräventionsstrategie, die ein Händler in seinem Online-Shop verwendet direkte Auswirkungen auf den Umsatz haben kann. Händler, die eine Betrugsprävention verwenden, die auf statischen Regeln beruht lehnen mitunter zu viele legitime Kunden ab und schaden somit dem Cashflow. Ein Unternehmen, dessen Betrugsmanagement-Team ein tieferes Verständnis von Betrügern fehlt, wird höchstwahrscheinlich von viel zu vielen unerwarteten Chargebacks betroffen sein.

Kosten, die Betrug verursachen können gehen jedoch weit über diese Szenarien hinaus. Die Angst vor Betrug mag E-Commerce-Händler mitunter daran hindern, sich neue Märkte zu erschließen und von lukrativen internationalen Segmenten zu profitieren. Abgesehen von Cashflow-Problemen sollten sich CFOs auch bewusst sein, dass sich Betrug auf die Genauigkeit der Berichterstattung auswirkt. Beispielsweise sind Berechnungen des Marketing-ROI, die Betrug nicht berücksichtigen, ungenau, da sie Bestellungen zählen, die später rückbelastet werden.

In diesem Blogpost werde ich erklären, warum Betrug ein Problem der Gewinnmaximierung ist, das CFOs nicht übersehen dürfen.

Betrug und Gewinnmaximierung

Kein CFO würde 2% der Jahreseinnahmen seines Unternehmens in Honorare für einen ineffektiven Berater investieren. Dennoch büßen viele Unternehmen, aufgrund eines schlechten Betrugsmanagements, weit mehr, als nur 2%, ihres Umsatzes ein.

Evaluierung falscher Ablehnungen

Falsche Ablehnungen beschreiben ein Problem, das von vielen CFOs und ihren Unternehmen nicht als solches erkannt wird. Bei diesem Problem steht vor allem das verlorene Potential im Vordergrund und nicht der negative Cashflow. Nur weil diese Verluste nicht in der Bilanz auftauchen, bedeutet das nicht, dass sie weniger real sind. Eine von Riskified in Auftrag gegebene Umfrage hat ergeben, dass etwa 70% aller abgelehnten Bestellungen legitim sind. Den Händlern entgeht somit ein erschreckend hoher Betrag, der eigentlich Teil des Umsatzes gewesen wäre. Tatsächlich sind Riskifieds Algorithmen oft in der Lage, die Genehmigungsraten der Händler in risikoreichen Branchen wie Mode und Reisen um 5% – 10% zu erhöhen – was in der Regel zu einer proportionalen Steigerung der Einnahmen führt.

Erschließung neuer Märkte

Die Erweiterung des Unternehmens in neue Märkte wird meist nicht nur von falschen Ablehnungen erschwert, sondern auch von einem unterdurchschnittlichen Betrugsmanagement. Unternehmen, die nur auf einem Markt oder wenigen Märkten verkaufen, wie zum Beispiel dem deutschen oder dem DACH-Markt haben einen enormen Wettbewerbsnachteil: Bis 2022 werden 20% aller Online-Ausgaben Cross-Border sein. Darüber hinaus sind Cross-Border-Bestellungen meist mehr wert, als inländische Bestellungen. 

Eine effiziente Betrugsbekämpfung kann CFOs helfen, ihre Betriebskosten zu senken. Die Umstellung auf ein automatisiertes Betrugspräventionssystem bedeutet zum einen eine Entlastung für das Analyse-Team. Einer unserer Händler war nach der Umstellung in der Lage seine Analysten intern anderweitig zu versetzen. Ein weiterer Vorteil eines automatisierten Betrugspräventionssystems ist die Reduzierung falscher Ablehnungen, wodurch weniger Bedarf von Seiten verärgerter Kunden gedeckt werden muss, die anrufen um nachzufragen warum ihre Bestellung abgelehnt wurde. Ein anderer Händler, mit dem wir zusammenarbeiten, teilte uns mit, dass er die Einstellungskosten um 10% senken konnte, da die Betriebseffizienz durch die Automatisierung der Betrugsüberprüfung erhöht wurde.  

Genauere Berichterstattung

Nahezu alle Entscheidungen, welche die Finanzplanung betreffen, hängen von einer genauen Berichterstattung ab. Viele Berichterstattungen, von Cashflow-Prognosen bis hin zu Schätzungen der Bruttomarge, neigen dazu, den Faktor Betrug zu übersehen – was sie bestenfalls unpräzise macht. Als Beispiel ließe sich hier eine ROI-Berechnung für eine Kampagne im digitalen Marketing anführen. Wenn Sie eine Kampagne in einem sozialen Medium ihrer Wahl schalten, wobei diese 50$ pro Konversion kostet, der durchschnittliche Wert einer Konversion jedoch bei 80$ liegt, scheint diese Kampagne ihr Geld wert zu sein. Was aber, wenn 1% dieser Bestellungen in den folgenden Monaten als Chargeback zurückkommen? Gerade im Bereich des digitalen Marketings ist es wichtig zu wissen, wie das Betrugsrisiko je nach Website variiert. Eine Studie von Riskified hat beispielsweise ergeben, dass Chargebacks von Twitter weitaus sicherer sind als von Facebook und Instagram. Mehr über Betrug und die Quelle des Datenverkehrs können Sie hier lesen.

Ein weiteres bemerkenswertes Beispiel für Betrug, der die Berichterstattung verzerrt, ist der Missbrauch von zurückgesendeter Ware. Dies ist der Fall, wenn Kunden serienmäßig zu viel kaufen, weil sie wissen, dass sie den Großteil der Waren später zurückgeben werden. Obwohl dies Auswirkungen auf die Betriebskosten hat zögern die meisten Händler, diese Kunden zu sperren. Und CFOs müssen sich darüber im Klaren sein, dass ungewöhnliche Rückgabevolumen die Aussage von Verkaufs- und Bestandsberichten verzerren können.

Key-Takeaway

Obwohl es oft nicht Teil der Stellenbeschreibung ist, ist Betrug und die vielen Formen, die er annimmt, ein Thema, das CFOs nicht übersehen dürfen. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie Betrug handhaben können, laden Sie eine kostenlose Kopie unseres Berichts herunter.