3 M-Commerce-Trends, die 2021 nicht mehr wegzudenken sind

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Noch vor einigen Monaten zogen es Verbraucher vor auf ihren Handys in Online-Shops zu stöbern und sich Produkte anzuschauen, diese dann jedoch mit Hilfe ihres Computers oder Laptops abzuschließen. Diese Lücke schließt sich zunehmend, da neue Technologien den Einkauf per Handy vereinfachen und bequemer gestalten. 

In 2020 griffen so viele Verbraucher, wie noch nie zuvor zu ihren Handys, um online Produkte zu kaufen. Dieser Trend hat und wird das Kundenverhalten und die Geschäftsplanung stark beeinflussen. Händler weltweit müssen sich diesen Änderungen anpassen und ihre Online-Präsenz auf- oder ausbauen. Das Resultat? Die M-Commerce-Aktivität der Verbraucher nimmt immer mehr zu und damit auch der Wettbewerb unter Händlern, um einen nahtlosen Checkout via Handy.

Bei Riskified wissen wir, wie wichtig eine M-Commerce-Strategie für unsere Händler ist, um sich von der Konkurrenz abheben zu können. Im Folgenden haben wir deshalb die wichtigsten M-Commerce-Trends zusammengestellt, die in 2021 auf Sie zukommen werden.

Herausforderung: Breitband und 5G-Konnektivität

Breitband und 5G-Konnektivität bilden die Grundlage für ein noch schnelleres und damit bequemeres Einkaufserlebnis. Offiziell im Jahr 2019 vorgestellt war 5G nur für einige begrenzte Geografien reserviert. Die verbreitung von 5G nimmt jedoch weltweit rapide zu und bis 2024 sollen 5G-Handys 50% der Smartphone-Käufe weltweit ausmachen. 

Im Vergleich zu seinem Vorgänger 4G/LTE beschleunigt 5G die Datenkommunikation um mehr als das Dreifache und ermöglicht eine signifikante Skalierung von IoT-verbundenen Geräten, wie z. B. autonomen Autos. Für den E-Commerce bedeutet 5G hauptsächlich eins. Mehr Möglichkeiten! Händler können Wege finden besser mit ihren Kunden zu interagieren. Dazu zählen unter anderem eine beschleunigte Einführung von Technologien, wie Augmented und Virtual Reality, im Zuge derer Händler ihren Kunden virtuelle Showrooms, Umkleidekabinen und vieles mehr bieten können. E-Commerce wird voraussichtlich allein im Jahr 2021 von der schnelleren Verbindung in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar profitieren.

Mobile Verbindungen werden in Zukunft dreimal schneller sein, als bisher. Händlern, die ihren Kunden weiterhin ein schnelles M-Commerce-Erlebnis bieten wollen müssen für ein nahtloses Einkaufserlebnis garantieren, vom Login bis zum Checkout – eine besondere Herausforderung auf mobilen Geräten.

Fortschrittliche Web-Apps

Adobe zufolge besuchen Verbraucher mehr Websites auf ihren Handys, als via Laptop oder Computer. Vorbei sind die Zeiten, in denen es ausreichte, Desktop-Websites an kleinere Bildschirme anzupassen; stattdessen müssen Online-Shops so aufgebaut werden, dass das mobile Kundenerlebnis im Mittelpunkt steht. Daher sind Progressive Web Apps (PWA) der neuste Standard. Bei diesen handelt es sich um Apps, die wie native Apps funktionieren, aber auch über den Browser eines jeden Handys zugänglich sind. 

Im Vergleich zu nativen Apps senken PWAs die Einstiegshürde für Erst- und Gelegenheitskäufer, indem sie ohne Download oder Installation auskommen und dennoch ein ansprechendes und interaktives Erlebnis bieten. Im Vergleich zu mobilen Websites liefern PWAs 2-4x schnellere Seitenladezeiten, was die Abbruchraten deutlich reduziert. Dies ist eine entscheidende Verbesserung auf mobilen Websites, bei denen fast 70% der Nutzer zugeben, dass die Ladegeschwindigkeit der Seite ihre Kaufbereitschaft beeinflusst.

Eine gute Nachricht für Händler! Sie sollten sich jedoch der Tatsache bewusst sein, dass mobile Websites häufiger von Betrug betroffen sind, als native Apps – laut Riskifieds Daten um 44%. Dies ist zum Teil auf User-Agent-Spoofing zurückzuführen, eine Methode, bei der Betrüger ihre Gerätekonfigurationen so verschleiern, dass es so aussieht, als würden sie mit einem anderen Browser auf das Internet zugreifen. So können sie die Schwachstellen mobiler Geräte ausnutzen, während sie die vollen Möglichkeiten eines Desktop-Computers nutzen. Die Angst vor Betrug ist kein Grund, einen potenziell ergiebigen Verkaufskanal zu meiden, aber Händler sollten sich eine Strategie zurechtlegen, um diesen sicher zu benutzen.

Same-Day-Delivery-Plattformen

Omnichannel wird immer wichtiger und ist mittlerweile Teil der Strategie jedes großen E-Commerce-Händlers. Ein Paradebeispiel sind hierfür Plattformen für Same-Day-Delivery. Besonders interessant sind diese für Restaurants, Supermärkte und Lebensmittellieferanten. Seit dem Beginn der Pandemie hat sich die Verbrauchernachfrage nach Same-Day-Delivery über den Bereich der Lebensmittel hinaus erweitert. Große Einzelhändler aus einer Vielzahl von Branchen, darunter Kosmetika, Haushaltswaren und sogar Bürobedarf haben sich mit den Plattformen zusammengetan, um Waren nicht nur innerhalb eines Tages, sondern oft innerhalb einer Stunde zu liefern. 

Neue Kanäle bringen aber auch neue Schwachstellen mit sich. Ein Erfüllungsfenster von einer Stunde erfordert, dass jeder Teil der Lieferkette reibungslos abläuft. Dazu zählt natürlich auch eine solide Überprüfung auf Betrug. Händler, die sich im Rahmen ihrer Maßnahmen zur Betrugsprävention stark auf manuelle Analysen verlassen, riskieren einen Engpass, der die Bestellung verzögert und das Kundenerlebnis beeinträchtigt.

Was bedeutet das für Händler?

Im Laufe 2021 werden Verbraucher ihre Einkäufe immer mehr auf Online-Kanäle verlagern. Da die Preise bereits niedrig sind und die Produktvielfalt hoch ist, stellt Bequemlichkeit eine wichtige Priorität für Verbraucher dar. Für Händler, die sich von der Konkurrenz abheben wollen ist daher die Planung einer M-Commerce-Strategie unerlässlich.