Busreisen: Herausforderungen in der neuen Realität?

Article Image

Das BMVI investierte im Juli 170 Millionen Euro um die Busindustrie zu retten. Die bereitgestellten Gelder sind jedoch leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Allein in Bayern büßen Busunternehmen in diesem Jahr drei Milliarden Euro ein, so Stephan Rabl, Geschäftsführer des Landesverbandes der Bayerischen Omnibusunternehmen.

In diesem Artikel möchte ich mit Hilfe unserer Daten auf Herausforderungen eingehen, die Busunternehmen noch einige Zeit begleiten werden und wie sie diesen am besten begegnen können. 

Fernreisen vs. regionale Reisen

In den Monaten April und Mai, also kurz nach dem Ausbruch der Pandemie konnten wir beobachten, dass der Ticketverkauf von inländischen und ausländischen Bestellungen stark zurückging. Nach der Wiederaufnahme des Fernverkehrs gingen die Bestellungen im Juli und August wieder in die Höhe. In diesem Monaten lag der Schwerpunkt hauptsächlich auf regionalen und inländischen Reisen. Warum? 

Dies macht Sinn, da sich die Sicherheitslage, nicht nur in den Nachbarländern, sondern auch in den einzelnen Bundesländern, stets schnell änderte. Verbraucher waren dadurch gezwungen kurzfristiger zu planen. Weltweit betrachtet sticht Europa, allem voran, jedoch die DACH-Region heraus, da sich das Segment Fernreisen doppelt so schnell erholt, wie in anderen Regionen. 

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die meisten Verbraucher allein reisen oder Bestellungen aufteilen, jedoch keine Tickets mehr für eine Gruppe in einer Bestellung aufgeben. Dies stellte ein gängiges Verbraucherverhalten vor der Corona-Pandemie dar und steht im Gegensatz zu den USA und Australien, wo Verbraucher weiterhin vermehrt zu zweit oder in Gruppen verreisen sowie diese in einer Bestellung aufgeben.

ATOs & Falsche Ablehnungen

Mit der Präferenz der Verbraucher auf dem DACH-Markt, allein zu reisen oder im Zuge von Gruppentickets getrennt zu bestellen, zielen Betrüger auf gebündelte Bestellungen von Tickets ab, im Gegensatz zu Einzeltickets. Unser Daten zeigen diesbezüglich eine klare Verschiebung, zum einen bei den Präferenzen der Verbraucher, aber auch der Betrüger. 

Last-Minute-Bestellungen waren vor der Pandemie ebenfalls eher betrugsanfälliger, werden in der neuen Realität jedoch immer mehr zum neuen Normal. Viele regelbasierte Betrugspräventionssysteme haben im Zuge dieser dynamischen Veränderungen Schwierigkeiten mitzuhalten und könnten somit viele Bestellungen fälschlich als betrügerisch ablehnen.

Hinzu kommt die Gefahr von Accountübernahme-Angriffen im Zuge derer sich ein Betrüger Zugriff auf ein legitimes Kundenkonto verschafft und Bestellungen aufgibt, die dann als Chargeback auf den Händler zurück kommen. Problematisch ist hierbei besonders, dass ein Händler im Zuge einer Bestellung, die über ein Kundenkonto getätigt wird davon ausgeht, dass es sich um den Kunden handelt. Die Bestellung wird also guten Gewissens genehmigt. Besonders in sensitiven Zeiten sind Händler über jede Bestellung froh und lehnen ungerne eine Bestellung ab, die von einem vertrauenswürdigen Kunden zu kommen scheint.

Was können Händler dagegen tun?

Um effektiv die Spreu vom Weizen zu trennen, keine Kunden fälschlicherweise abzulehnen und ATOs zu verhindern sollten Händler eine Betrugsprävention einsetzen, die auf künstlicher Intelligenz basiert und in Echtzeit erkennt, ob es sich bei einer Bestellung um eine legitime oder betrügerische Bestellung handelt. So können Händler auch in kritischen Zeiten ihre Einnahmen steigern. Sollten wir doch mal eine betrügerische Bestellung genehmigen, welche als Chargeback zurück kommt ist diese durch unsere 100%ige Chargeback-Garantie abgedeckt. Für mehr Informationen oder Fragen wenden Sie sich bitte an hello@riskified.com.