Der Osterhase ist der drittbeste Kunde des E-Commerce

Article Image

Trotz Ausgangssperre und Social Distancing planen auch dieses Osterfest wieder viele Deutsche sich gegenseitig zu besuchen. Beschenkt werden im Zuge dieser Besuche vor allem die Jüngsten, aber auch andere Familienangehörige und Partner sowie Freunde und sogar Arbeitskollegen. Anstatt sich bei winterlichen Temperaturen in die Warteschlange vor dem Ladenlokal einzureihen werden auch zu diesem Feiertag wieder viele Verbraucher ihre Geschenke online kaufen.

In diesem Blogpost möchte ich auf drei Oster-Trends eingehen und erklären, wie Verbraucher mit der richtigen Strategie ihren Kunden ein nahtloses Einkaufserlebnis bieten und somit ihre Umsätze steigern können.

Ostern wird digital!

Geschenke, Blumendekoration und besondere Festtagsessen – all dies lässt sich mittlerweile online bestellen. 44% der deutschen Unternehmen haben ihre Geschäfte und Dienstleistungen während der COVID-19-Pandemie an die sich veränderte Verbraucher-Realität angepasst.

Besonders profitieren dürften davon zum Beispiel Delivery Hero und HelloFresh. Bei Delivery Hero stieg der Umsatz im dritten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahr um 99% auf rund 776 Millionen Euro an. Die deutschen Verbraucher haben bereits einige wichtige Feiertage während der Corona-Pandemie begangen und dadurch schon viel Erfahrung mit Online-Shopping, sowie digitalen Feiertagen.

78% von allen Konsumenten kaufen daher mindestens einmal im Monat online ein. Dabei gibt jeder Kunde durchschnittlich bei jedem Online-Einkauf rund 136€ aus, ganze 18€ mehr, als noch im Jahr 2020. Am meisten geben deutsche Verbraucher jedoch an Weihnachten aus, dicht gefolgt vom Black Friday und letztendlich Ostern. Dabei ist die Karwoche vor Ostern am umsatzstärksten. 

M-Commerce nimmt an Beliebtheit zu

Weltweit werden Verbraucher dieses Jahr Waren im Wert von 3,5 Billionen US$ per Handy bestellen. Auch auf dem DACH-Markt ist das Handy nicht mehr aus der Shopping-Journey wegzudenken. Bis 2025 wollen ganze 57% der deutschen Konsumenten ihr Mobiltelefon zum Online-Shopping nutzen. 

Online-Shopping via Handy ist dabei in der Regel anfälliger für betrügerische Bestellungen. Während der Corona-Pandemie haben jedoch unsere Daten gezeigt, dass Transaktionen via Handy zum neuen Normal werden. Händler, die regelbasierte Betrugspräventionslösungen verwenden, stellt diese Entwicklung vor einige Probleme. 

Eines davon ist zum Beispiel, dass bei einer Transaktion via Handy keine IP abgeglichen werden kann. Dieser Datenpunkt fällt bei einem manuellen  Betrugspräventionssystem, sowie auch bei einer Betrugsprävention weg, die auf AI basiert, kann jedoch bei einem Betrugspräventionssystem, das auf AI basiert durch viele andere Datenpunkte, mitunter der Einkaufshistorie des Kunden abgeglichen werden.

Nahtloses Einkaufserlebnis wird immer wichtiger

Im Zusammenhang mit Online-Shopping via Handy ist ein nahtloses Einkaufserlebnis das A und O. Mit einer Betrugsprävention, die auf AI basiert, können legitime Bestellungen innerhalb von Sekundenschnelle erkannt und betrügerische Bestellungen herausgefiltert werden. 

Im Zuge dieses Einkaufserlebnis bietet es sich an Zahlungsmethoden anzubieten, die mit dem mobilen Einkaufserlebnis kompatibel sind, wie zum Beispiel E-Wallets. Das trifft sich gut! Gut die Hälfte aller Online-Shopper bezahlen ihre Einkäufe bereits mit einem E-Wallet ihrer Wahl. Der Händler erleichtert seinen Kunden einen nahtlosen Checkout und verringert falsche Ablehnungen, sogenannte False Declines. Viele Kunden, die auf dem kleinen Display ihres Handys auch noch komplizierte Verifizierungsfragen beantworten müssen, brechen den Kauf meist ab und bestellen das gewünschte Produkt bei einem anderen Händler. 

Was ist mit Betrug?

Dadurch, dass immer mehr Verbraucher online einkaufen, haben auch Betrüger immer bessere Chancen zuzuschlagen. Vor allem die Generation 50+ hat in den letzten Monaten erheblich aufgeholt. Da es vielen dieser Verbraucher noch an der passenden E-Commerce Erfahrung fehlt, sind sie eine besonders leichte Beute für Betrüger. 

Zudem verwenden die 50+ Shopper vorwiegend PayPal um ihre Einkäufe online zu bezahlen. Diese können ebenfalls, wie Kreditkarteninformationen leicht abgegriffen und im Darknet verkauft werden. Der Screenshot zeigt einen Screenshot aus dem Darknet, indem die Carding Queen zum PayPal-Betrug einlädt: 

Carding PayPal

Darüber hinaus können viele Betrugspräventionssysteme nicht mit dem Volumen an Neukunden mithalten. Leider neigen Händler viel zu oft dazu legitime Kunden abzulehnen, da zum Beispiel die Rechnungs- und Lieferadresse nicht übereinstimmt, sie ganze Regionen blocken und vieles mehr. Dies äußert sich dann in den sogenannten False Declines.

Sollten Händler jedoch Transaktionen genehmigen, ohne sie vorher ausreichend überprüft zu haben, werden Sie nach den Osterfeiertagen höchstwahrscheinlich mit vielen Chargebacks rechnen müssen. Mit Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an sales@riskified.com.