Drogerie- und Parfümeriemarkt gehen online

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Im Jahr 2019 gaben deutsche Verbraucher rund 35 Mrd. Euro für Kosmetik aus. Ein Geschäft das sich lohnt! Das Sortiment? Endlos! Online verfügbar sind Haut-, Gesichts- und Haarpflegemittel, Produkte für Mund- und Zahnpflege, Duftmittel, Rasiermittel, Bade-und Duschzusätze, Seifen und Babypflege, aber auch Parfums und vieles mehr. 

Der Online-Verkauf von Kosmetik stieg aufgrund der Corona-Pandemie rasant an. Verbraucher und Händler, aber auch Betrüger haben die Vorteile entdeckt, die der Online-Verkauf und -Kauf von Kosmetik mit sich bringt. Aufgrund dessen stieg zum einen der Betrug an, zum anderen jedoch auch die sogenannten False Declines, welche sich bereits im Jahr 2019 auf 17 Mrd. Euro beliefen. 

In diesem Blog post werde ich auf die Besonderheiten der Drogerie- und Pafümeriebranche eingehen sowie Händlern wertvolle Tipps geben, wie sie legitime Bestellungen genehmigen und ihre Umsätze erhöhen können. 

Online-Kauf von Drogerie-Produkten nimmt zu

Der Fokus im Drogerie- und Pafümeriemarkt liegt im allgemeinen noch stark auf dem stationären Handel. Nur rund ein Viertel aller Konsumenten tätigen laut einer Studie von KPMG in 2016 ihre Einkäufe online, also weniger, als in vielen anderen Branchen. Die Prognose lautet jedoch, dass in Zukunft immer mehr Verbraucher Kosmetik online einkaufen werden.

Von Verbrauchern wurden über die Jahre hauptsächlich Parfums online gekauft. Das soll sich jetzt jedoch ändern. Denn der Online-Kauf von Drogerieprodukten nimmt zu. Zum einen ist dies durch die neue Verbraucher-Realität bedingt. Zum anderen durch wachsende Märkte in Asien, wie zum Beispiel China, wo sich Kosmetikprodukte Made in Germany einer besonders hohen Nachfrage erfreuen. Marktführer Douglas generiert zum Beispiel bereits in etwa 10% seines Umsatzes durch Online-Verkäufe von Parfums und Drogerieartikel.

Händler, die mit dem Wandel Schritt halten wollen müssen jetzt aktiv werden und ihre Online-Shops an die Einkaufsbedürfnisse und Erwartungen ihrer Kunden anpassen. Dies schließt Benutzerfreundlichkeit, die Auswahl an Zahlungsmethoden und vieles mehr mit ein. 

Betrug vs. False Declines

Obwohl unsere Daten zeigen, dass im Jahr 2019 die Betrugsraten höher waren, als im Jahr 2020, konnten wir dennoch feststellen, dass betrügerische Bestellungen seit Beginn 2020 angestiegen sind und im Mai ihren Höhepunkt erreichten. Betrüger kaufen am liebsten Markenprodukte, da sich diese leicht weiterverkaufen lassen. Bis August konnten wir feststellen, dass die Anzahl der betrügerischen Bestellungen die Anzahl des eigentlichen Bestellvolumens überschritten, was in diesem Fall zu einer höheren Betrugsrate führte.

Hierbei ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass die Drogerie- und Parfümeriebranche nicht so stark von Betrug betroffen ist, wie zum Beispiel die Unterhaltungselektronik oder Giftcards. Da jedoch immer mehr Verbraucher ihre alltäglichen Drogerieprodukte online einkaufen steigt das Risiko der False Declines. Bei False Declines handelt es sich um Kunden, die am Checkout abgelehnt werden, obwohl es sich bei ihnen um legitime Kunden handelt. 

Wie kann so etwas passieren? Meist werden diese Kunden von veralteten regelbasierten Betrugspräventionen abgelehnt. Gründe dafür gibt es viele. Zum einen kann ein ungewöhnliches Einkaufsverhalten der Grund sein, da unsere Daten zeigen, dass viele Verbraucher Drogerie- und Kosmetikprodukte über ihr Handy bestellen oder aber auch  eine nicht Übereinstimmung der Rechnungs- und Lieferadresse sowie ein anderer Name auf der Kreditkarte.

Was können Händler tun?

Wie können Händler jedoch online gehen, ihr volles Potential ausschöpfen und dabei sicherstellen, dass sie Bestellungen legitimer Kunden erkennen und betrügerische Bestellungen ablehnen? Ein Schritt in die richtige Richtung ist eine Investition in einen Benutzerfreundlichen Online-Shop, der ein nahtloses Einkaufserlebnis garantiert. 

Darüber hinaus ist es jedoch auch ratsam in ein Betrugspräventionssystem zu investieren, das auf maschinellem Lernen basiert. Diese kann betrügerische Bestellungen aus legitimen Bestellungen herausfiltern und legitime Kunden erkennen, sodass diese nicht fälschlicherweise abgelehnt werden und daraufhin bei der Konkurrenz bestellen. Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann wenden Sie sich bitte an willkommen@riskifed.com.