Mobile Zahlungssysteme: Die Zukunft des E-Commerce?

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Elektronische Zahlungsvorgänge sind schon seit langem Teil unseres Alltags. Im Bezug auf mobile Zahlungssysteme, wie zum Beispiel PayPal und Google Pay, gab jedoch eine überzeugende Mehrheit von 56,2% an, dass sie bei der Verwendung dieser Sicherheitsbedenken hätten. 

Im Jahr 2018 waren Gründe für eine Ablehnung mobiler Zahlungssysteme unter anderem ein fehlender Marktstandard, geringe Angebote an Anbietern sowie zusätzlich entstehende Gebühren. Aufgrund dessen zahlten nur 0,4% der Verbraucher ihre Einkäufe per Handy. Aufgrund der neuen Realität des neuen Verbraucherverhaltens stieg die Bereitschaft der Verbraucher Einkäufe mit mobilen Zahlungssystemen zu zahlen 2020 auf 19%

Es ist zu erwarten, dass dieser Trend anhalten und im kommenden Jahr sogar noch zunehmen wird. In diesem Blogpost möchte ich mich daher mit der Verwendung mobiler Zahlungssysteme sowie mit den Herausforderungen und Möglichkeiten dieser auseinandersetzen.

Nur Bares ist Wahres?

In der neuen Realität, in der wir uns aufgrund der COVID-19-Pandemie schon seit Monaten befinden hat der Trend zum bargeldlosen Zahlen weiter zugenommen. Vor allem in Einzelhandelsgeschäften etabliert sich bargeldloses Zahlen zunehmend am Point of Sale (PoS). Diese Entwicklung hat auch einen positiven Einfluss auf mobile Zahlungssysteme.

Demnach zahlten ganze 59% der deutschen Verbraucher laut einer Umfrage, die Statista 2020 durchgeführt hat, in den letzten 12 Monaten mit PayPal in Geschäften, Restaurants oder einer sonstigen Verkaufsstelle. Ebenso weitere E-Wallets wurden von Verbrauchern genutzt, wie zum Beispiel Google Pay mit 40%

Diese Entwicklungen zeigen, dass es zwar noch ein langer Weg bis zu einer bargeldlosen Einkaufsrealität ist, die Akzeptanz der deutschen Verbraucher jedoch wächst mobile Zahlungssysteme zu benutzen. Diese Akzeptanz schlägt sich auch online wieder, da 50% der deutschen Internetnutzer online bereits mit dem E-Wallet PayPal zahlen. Zukünftig wird erwartet, dass mobile Zahlungssysteme und andere alternative Zahlungsmethoden weiter an Beliebtheit gewinnen werden.

Herausforderungen mobiler Zahlungssysteme

Trotz steigender Bereitschaft mobile Zahlungssysteme zu verwenden haben Verbraucher immer noch Bedenken. Laut Statista stehen Sicherheitsbedenken, wie Angst vor Betrug im Internet, sowie der Diebstahl von Daten an erster Stelle. Eine weitere Schwachstelle sind fehlende Angebote mobiler Zahlungssysteme sowie kein einheitlicher Marktstandard und eine mangelnde Vermarktung und/oder Aufklärung von Seiten der Händler, wodurch Verbrauchern das Vertrauen in mobile Zahlungssysteme fehlt.

Ein weiterer Punkt, der Verbraucher abschreckt und altbewährte Zahlungssysteme verwenden lässt sind Gebühren, die zusätzlich bei jeder Transaktion entstehen können. Verbraucher sehen dadurch keinen Vorteil in alternativen oder mobilen Zahlungssystemen. Doch was bedeutet das für die Händler? Händler müssen versuchen einen einheitlichen Standard zu schaffen sowie beim Checkout mit einem mobilen Zahlungssystem eine nahtlose Erfahrung zu garantieren. Dadurch erweitern sie nicht nur ihre Zahlungsoptionen, sondern schaffen im ewigen Wettlauf langfristige Alternativen, die ihnen mehr Bestellungen garantieren und somit ihren Umsatz steigern. 

Möglichkeiten mobiler Zahlungssysteme

Mobile Zahlungssysteme bieten viele Möglichkeiten. Zum Beispiel haben sie einen positiven Effekt auf den Umsatz. Für Händler ist diese Entwicklung besonders erfreulich, da Kunden, die nicht mit Bargeld zahlen oder ihre Online-Bestellung später per Rechnung begleichen, weniger auf den Preis eines Produktes achten, wodurch ein Resultat Einkaufswagen mit einem höheren Warenwert sind. Ein weiterer Trend, welcher mobilen Zahlungssystemen in die Tasche spielt ist, dass Verbraucher ein nahtloses Einkaufserlebnis sowie einen schnellen und problemlosen Checkout verlangen. Dieser kann von Händlern unter anderem dadurch gewährleistet werden, dass diese so viele Zahlungsoptionen wie möglich anbietet. 

Vor allem jüngere Altersgruppen, wie die Millennials zahlen bevorzugt mit alternativen Zahlungsmethoden. „Mobiles Bezahlen ist nicht mehr aufzuhalten. Getrieben vor allem durch jüngere Altersgruppen, setzen sich kontaktlose Bezahlmethoden immer stärker durch“, erklärt Thomas Brosch, Chief Digital Officer der Postbank.

Was können Händler tun?

Zum einen sind viele Händler immer noch nicht bereit neue Techniken, die für die Verwendung von mobilen Zahlungssystemen grundlegend sind, einzuführen. Händler, die jedoch in der neuen Realität des Online-Shoppings erfolgreich sein wollen, müssen ihre Zahlungsoptionen den gängigen Standards auf dem Markt anpassen. Leider ist dies keine Option oder eine nette Ergänzung, sondern ein Muss. Händler die ihre Zahlungsoptionen nicht den Erwartungen ihrer Kunden anpassen, stellen viele Abbrüche am Checkout fest und büßen dadurch an Umsatz ein. Verbraucher verlangen ein nahtloses Einkaufserlebnis! Wenn sie in einem Online-Shop nicht mit der von ihnen bevorzugten Bezahlmethode zahlen können, wenden sie sich ab und bestellen bei einem anderen Händler, welcher ihre bevorzugte Zahlungsoption anbietet.   

Zu diesem Umstand kommt noch hinzu, dass sowohl Verbraucher als auch Händler eine Zunahme von Betrug bei Online-Zahlungen mit mobilen Zahlungssystemen befürchten. Händler müssen deshalb besonderen Wert auf den Schutz von Benutzerkonten und Kundendaten legen. Um diesen Schutz zu garantieren, müssen Händler ein System zur Betrugsprävention in ihren Online-Shop integrieren, das betrügerische Bestellungen erkennt und ein nahtloses Einkaufserlebnis gewährleistet.

Es ist ratsam ein Betrugspräventionssystem, auch zur Unterstützung von manuellen Teams zur Betrugsüberprüfung, zu verwenden, welches auf künstlicher Intelligenz basiert. Anstelle von regelbasierten Betrugspräventionslösungen reagiert dieses in Echtzeit, also innerhalb weniger Sekunden, und kann mit Hilfe von Social Linking erkennen, ob es sich um eine betrügerische oder legitime Bestellung handelt. Das Gleiche gilt natürlich für Accountübernahme-Angriffe. Eine Betrugsprävention, die auf große Datenmengen zurückgreifen kann sowie reaktiv reagiert ist ebenfalls in der Lage Accountübernahme-Angriffe beim Login zu identifizieren. 

Key-Takeaways 

Händler müssen die Erwartungen ihrer Kunden erfüllen, wenn sie mit ihnen eine Bestellung erfolgreich abschließen wollen. Zudem müssen Händler…

  • Bedenken ihrer Kunden ernst nehmen sowie deren Erwartungen erfüllen
  • Ihre Online-Shops auf die Zukunft vorbereiten
  • So viele verschiedenen Zahlungsoptionen wie möglich anbieten

Für weitere Informationen oder etwaige Fragen wenden sie sich bitte an hello@riskified.com.