Kauf auf Rechnung unter PSD2 – Jetzt erst recht!

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**Alle Details wurden anonymisiert

Max** kaufte einen Flachbildschirm für sein Home-Office

Nach einem langen Wochenende auf dem Sofa, unzähligen Kundenbewertungen und Preisvergleichen entschied sich Max letztendlich für einen Flachbildschirm. Er fügte den Bildschirm zu seinem Warenkorb hinzu und ging zum Checkout. Obwohl er vorhatte diesen via E-Wallet zu zahlen entschied, blieb ihm letztendlich nur der Kauf auf Rechnung.

Nachdem er seine persönlichen Informationen angegeben und seine Zahlungsart ausgewählt hatte, öffnete sich ein Pop-Up-Fenster auf seinem Bildschirm und er wurde um eine Verifizierung gebeten. Bei dieser Verifizierung handelt es sich um einen Code, der per Handy abrufbar ist und beim Checkout angegeben werden muss. Nachdem Max feststellte, dass sein Handy nicht neben ihm auf dem Sofa lag, sondern sich in seinem Rucksack im Flur befand, brach er den Einkauf ab.

So wie Max geht es vielen Kunden. Genervt von der zusätzlichen Autorisierung brechen Kunden den Kauf am Checkout ab, wenn sich ihr Handy nicht in unmittelbarer Reichweite befindet oder wenn es andere Probleme mit dem Passwort gibt, was meist zu direkten Umsatzverlusten führt. Ein geringer Anteil an Kunden geht jedoch daraufhin beim gleichen Händler nochmal zum Checkout und versucht per Rechnungskauf auszuchecken. Sollte es ihnen nicht möglich sein per Rechnung zu bezahlen, bestellen sie das gewünschte Produkt bei der Konkurrenz, wodurch der Händler nicht nur eine Transaktion sondern auch den Customer Life Value (CLV) des Kunden verliert. 

Es gibt jedoch Möglichkeiten diese Abbrüche zu vermeiden. Erfahren Sie in diesem Blogpost, wie Händler Transaktionen am Checkout konvertieren und dadurch ihre Umsätze steigern können. 

Abbruchquote liegt bei 10%

Gemäß einer Umfrage des Handelsforschungsinstituts EHI befürchten 82% der Online-Händler auf Grund der erhöhten Komplexität, welche auf der Verifizierung basiert, mehr Kaufabbrüche. Dies unterstützt auch Microsofts SCA Scorecard, demzufolge rund 10% aller deutschen Kunden ihren Einkauf aufgrund von Authentifizierungen am Checkout abbrechen. Dies ist besonders ärgerlich, da Händler viel Geld in Marketing investieren, um Verbraucher auf ihre Websites zu bringen. 

Max Geschichte veranschaulicht in diesem Zusammenhang sehr deutlich, dass eine Authentifizierung am Checkout in den meisten Fällen zu Abbrüchen führt. Dieser Zahlungsabbruch hätte jedoch vermieden werden können, wenn Max von der Authentifizierung befreit worden wäre. Eine weitere Möglichkeit wäre gewesen Max die Zahlungsart Rechnung anzubieten. Dann hätte er den Bildschirm wahrscheinlich beim ersten Händler bestellt und wäre nicht zur Konkurrenz übergelaufen.

Vorteil Kauf auf Rechnung für Verbraucher & Händler 

Der Checkout wird durch PSD2 für viele Kunden komplizierter. Betroffen sind dabei aber nicht nur Kartenzahlungen, sondern auch Zahlungsdienstleister, wie zum Beispiel PayPal. Altbekannte Zahlungsoptionen, wie zum Beispiel das SEPA-Lastschriftverfahren und der Rechnungskauf bleiben unverändert. Und darauf kommt es an! Kunden schätzen Prozesse, die ihnen bekannt und vertraut sind. Es ist demnach anzunehmen, dass viele Verbraucher, aufgrund von PSD2 wieder zu altbewährten Zahlungsmethoden zurückkehren. 

Warum ist das so? Der Rechnungskauf hat einige Vorzüge gegenüber anderen Zahlungsmethoden. Mal ganz abgesehen davon, dass sich Verbraucher nicht mit Strong Customer Authentication (SCA) auseinandersetzen müssen. Während des Bezahlvorgangs werden nur wenige Daten benötigt, Die Ware muss erst nach Erhalt bezahlt werden und die Rückgabe von Waren ist ebenfalls recht einfach. 

Händler sollten sich jedoch trotzdem mit den Ausnahmeregelungen vertraut machen.  Von SCA ausgenommen sind Bestellungen bis zu einem bestimmten Mindestwert von bis zu 500 EUR, Artikel, die risikoarm sind sowie vertrauenswürdige Kunden. Für mehr Informationen bezüglich der Ausnahmeregelungen erfahren Sie hier mehr oder setzen Sie sich mit uns in Verbindung. 

Kauf auf Rechnung ist nicht sicher vor Betrug!

Für Händler ist es wichtig, die richtige Balance zu finden. Zum einen wollen Sie ihren Kunden ein nahtloses Einkaufserlebnis ermöglichen. Auf der anderen Seite wollen sie keine betrügerischen Bestellungen genehmigen, die hinterher als Chargeback zurück kommen. Dies können sie nur schaffen, wenn sie über ein Betrugspräventionssystem verfügen, das auf AI und maschinellem Lernen beruht. Solch ein System bietet ebenfalls den Vorteil, dass es über ein Händlernetzwerk verfügt und eine Bestellung bei Händler XY mit Bestellungen bei anderen Händlern abgleichen kann, die der Kunde bereits online getätigt hat. 

Ein weiterer Vorteil eines Betrugspräventionssystems, das auf AI beruht ist, dass betrügerisches Verhalten schnell entdeckt und ein Modell diesbezüglich neu trainiert werden kann. Betrüger sind stets auf der Suche nach Möglichkeiten Online-Betrug zu begehen und tauschen sich diesbezüglich im Darknet in Foren aus. Wollen Sie mehr dazu erfahren, wie unser System betrügerische Bestellungen erkennt? Dann schreiben Sie uns unter willkommen@riskified.com.