Technologie 2.0: E-Commerce Mode-Bericht 2021

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Das Jahr 2020 hat die Modeindustrie auf den Kopf gestellt: Die Umsätze in den Geschäften sanken, während die Umsätze im E-Commerce in die Höhe schnellten. Eine Umstellung, die Jahre gedauert hätte, wurde in nur wenigen Monaten vollzogen, Stichwort Technologie 2.0.

Händler, die bereits über eine starke digitale Präsenz verfügten, waren dabei eindeutig im Vorteil.  Händler, deren Online-Präsenz noch am Anfang stand, hatten Mühe mit dem Shopping-Boom Schritt zu halten, ohne dabei Abstriche bei der Servicequalität zu machen. Neue Verhaltensweisen und eine Nachfrage nach technologischer Innovation von Seiten der Verbraucher war die Folge. 

Aber nicht nur Verbraucher passen ihr Einkaufsverhalten den Gegebenheiten an. Betrüger ändern ihre Verhaltensmuster ebenfalls und damit ihre Betrugsmuster. Diese lassen sich am besten mit proaktiven Technologien und anpassungsfähigen datengesteuerten Lösungen analysieren und sind in der heutigen E-Commerce Landschaft eine Notwendigkeit.

Bei Riskified haben wir uns die Entwicklung der Modeindustrie über das letzte Jahr angeschaut. Im Folgenden wollen wir Ihnen ein paar Einblicke in die Erkenntnisse des E-Commerce Mode-Berichts 2021 – Technologie 2.0 bieten. 

Technologie 2.0 – Neue Kunden treiben Wachstum voran! Gilt das auch für Betrug?

Es wird erwartet, dass die Modebranche zwischen 2020 und 2025 fast 10% des absoluten Umsatzwachstums im E-Tail-Bereich ausmachen wird. Erstkunden werden dabei häufig als riskantes Segment betrachtet, da diese meist neue Verhaltensweisen und eine unbekannte Kaufhistorie aufweisen. Ein Anstieg neuer Konten kann auf einen Betrugsring oder problematisches Verhalten wie den Missbrauch von Richtlinien oder Werbeaktionen hinweisen. Ein Anstieg internationaler Kunden kann auf geospezifische Betrugsmethoden hinweisen. 

Händler, die auf manuelle Überprüfungsteams vertrauen oder unflexible regelbasierten Lösungen verwenden, lehnen möglicherweise viele legitime Kunden ab. Sie verlieren dadurch den Umsatz dieser Kunden, sowie zukünftige Transaktionen. Dies ist besonders ärgerlich, wenn die Gewinnung neuer Kunden fünfmal so viel kostet wie die Bindung von Kunden.

Aber sind Erstkäufer für Modehändler tatsächlich riskant? Ein Blick auf unsere Daten zeigt, dass im März 2020, als die Schließung von Ladenlokalen den E-Commerce ankurbelte, die Zahl der Bestellungen von Neukunden im Segment der Luxus-Mode deutlich anstieg. 

Bei einigen Händlern stieg die Zahl der Bestellungen aus dieser Gruppe zwischen dem ersten und zweiten Quartal des Jahres 2020 sogar um über 50% an. Im Gegensatz dazu stieg die Gesamtbetrugsrate um weniger als 1%. Dies bedeutet, dass die große Mehrheit dieser Käufer legitime Kunden waren.

Betrugsversuche in der Luxus-Modebranche – neue Accounts

Neue Accounts

Die Herangehensweise, die Händler gegenüber Erstkunden wählen, ist von strategischer Bedeutung für jede langfristige E-Commerce-Strategie. 

Technologie 2.0 – Umsätze erhöhen durch In-Store Pickup

Da viele Verbraucher dieses Jahr Menschenansammlungen mieden nahmen Ladenabholungen an Beliebtheit zu. Bei Buy Online Pickup In Store (BOPIS) sparen Verbraucher Versand- und Logistikkosten.  

Die Möglichkeit der Abholung am selben Tag bedeutet jedoch für Händler, dass solche Bestellungen sofort genehmigt oder abgelehnt werden müssen. Da die Kunden keine Lieferadresse angeben müssen, entfällt zudem ein wichtiger Datenpunkt bei der Betrugsprüfung. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass in den Ladengeschäften Mitarbeiter arbeiten die darin geschult sind gefälschte Ausweise zu erkennen. 

Für Händler, die von BOPIS profitieren möchten, ist das Verständnis der Verhaltensmuster von Verbrauchern und Betrügern der Schlüssel zur Umsatzmaximierung und Risikominderung.

Betrugsversuche in der Luxus-Modebranche – Abholung im Geschäft

BOPIS

Für Low-End Mode zeigen unsere Daten, dass BOPIS die sicherere Liefermethode ist: Händler können BOPIS-Bestellungen in den meisten Fällen mit gutem Gewissen genehmigen. 

Ein anderes Bild ergibt sich jedoch im High-End-Segment, wo BOPIS durchweg riskanter ist als andere Fulfillment-Methoden. Im Jahr 2020 schwankte die Zahl der Betrugsfälle im Zusammenhang mit BOPIS mit der Beliebtheit dieser Versandart bei legitimen Kunden. 

Während der Betrug in diesem Segment im zweiten Quartal, als viele Geschäfte geschlossen waren, gering war, stieg er im dritten Quartal an und fiel im vierten Quartal mit dem Zustrom von Weihnachtseinkäufen wieder. Ein Blick auf das erste Quartal 2021 zeigt, dass der BOPIS-Betrug zwar stärker anstieg als der Nicht-BOPIS-Betrug, das allgemeine Niveau aber immer noch niedriger war als im Jahr 2020.

Diese Erkenntnisse sind nur ein Teil der Ergebnisse unserer Untersuchung. Der vollständige Bericht befasst sich mit Fragen zum Risikoniveau von alternativen Zahlungsmethoden, Premiumversand und Omnichannel-Plattformen. Für weitere Einblicke und Best Practices zur Betrugsprävention laden Sie sich bitte ein kostenloses Exemplar des Berichts herunter.